Unter "Nebel" bezeichnen Astronomen alle Objekte, die weder stellar noch galaktischer Art sind. Es werden Nebel unterschieden, die infolge Fremdstrahlung leuchten (Reflektionsnebel), selber Licht aussenden (Emissionsnebel) oder nur erkennbar sind, weil diese einen leuchtenden Hintergrund abdecken (Dunkelnebel). Etwas speziell sind die "Planetarischen Nebel"; diese Namensgebung hat ihren Ursprung in historischen Irrtümern, die auf Grund der runden Form dieser Nebel entstanden sind. Bei diesen Nebeln handelt es sich ausschliesslich um die Überreste ("Schmauchring") eines explodierten Sterns ( Novae). Für die Deepsky- Beobachtung stellen sehr viele Nebel eine grosse Herausforderung dar, weil Nebel in der Regel mit sehr wenig Licht aufwarten.
Noch einmal der Nordamerikanebel am 30.08.2008. Diesmal mit der Canon350Da - die im Vergleich zur Atik über einen grösseren Chip verfügt und damit einen grösseren Himmelsausschnitt einfangen kann - am Astrografen Miniborg ED60/f3.8. ISO800; 8x300s, Dunkelbildabzug, bearbeitet mit Astroart. Auf der rechten Bildhälfte ist nun auch der Pelikannebel (IC 5070) erkennbar
Nordamerikanebel (NGC7000) zum Dritten; Sternenfreund Walter Gross hat sich meinen Rohbildern (Daten siehe Bild unten) angenommen und das Maximum herauszuholen versucht. Er benutzte dazu Deepskystacker und Photoshop. Gute Bildbearbeitung gehört genau so dazu, wie gute Rohbilder. Man beachte die feinen Abstufungen der Rot- und Rosafarbtöne. Vielen Dank, Walti.
NGC7000, Nordamarikanebel im Sternbild Schwan; Atik ATK 16 HRC am Miniborg ED60/f3.8. Autoguiding mit Guidemaster und IS DMK41; 12x300s; Dunkelbildabzug (5x300s), Mittelung der Bilder, Tonwert- und Gradationsanpassung des Endbildes mit Astroart.
Der grosse Orionnebel M42 und Runningman wollte ich vor dem Verschwinden hinter dem Hausdach noch einmal erwischen. Am 22. Februar 2008 mit Atik ATK 16 HRC und 0,8- fach Reducer/Flattener am Meade ED 127/f9. Einzelbild 10 Minuten belichtet, Nachgeführt mit IS DFK und Guidemaster, Dunkelbildabzug, mit Photoshop bearbeitet und zugechnitten.
Rosskopfnebel IC 434 und Flammennebel NGC 2024; Im Vergleich zur unteren Aufnahme nun mit einem 0,8- fach Reducer/ Flattener, der dIie Öffnungszahl des verwendeten Telekops auf F7,2 vergrössert. Dadurch wird der Bildausschnitt entsprechend kleiner und Alnitaks Leuchten dominiert das Bild noch stärker. Der "Rosskopf" ist mit der unteren rechten Bildecke gerade noch erwischt worden und auch der Flammennebel ist nur teilweise vertreten. Atik ATK 16 HRC mit 0,8- fach Reducer/ Flattener am Meade ED 102/f9. Zwei Bilder mit je 20 Minuten Belichtungszeit. Mit Photoshop bearbeitet. Der runde Schimmer in der rechten Bildmitte ist eine Reflektion des alles überstrahlenden Alnitak.
Rosskopfnebel IC 434 und Flammennebel NGC 2024; Kein einfaches Objekt; visuell nur unter besten Bedingungen und in grösseren Teleskopen zur erkennen. Der "Rosskopf" ist in der rechten unteren Bildecke schwach ersichtlich und der Flammennebel in der linken Bildhälfte. Die zum Teil kartoffelförmigen Sternabbildungen entstanden wegen der spärischen Aberration, die infolge der "Aufblendung" mittels 0,5- fach Reducer auf F4,5, ihren Tribut forderte. Atik ATK 16 HRC am Meade ED 102/f9; 20 Minuten belichtet. Mit Photoshop Tonwert und Gradation leicht bearbeitet.
M42 vom 20. Februar 2007; Aufgenommen mit der Atik 16 HRC am Meade ED 127/f9; Zwei Aufnahmen, belichtet mit 60s bzw. 35m; Autoguiding mit Meade LPI und Autostarsuite; Bearbeitung mit Astroart 3.0.
M57: Planetanischer Nebel im Sternbild "Leier"; Canon EOS 350D am Meade 127/f9; 15 Minuten bei ISO 800; Guiding am Leitrohr; bearbeitet von Wolfgang Sorgenfrey
