Sonne

Mit unserer Sonne haben wir einen Stern mittlerer Grösse in unserer unmittelbaren Nähe. Dies ermöglicht es auch einem Amateurastronomen mit einfachen Mitteln einige der Geschehnisse auf derer Oberfläche zu beobachten oder auch zu fotografieren. Sehr wichtig ist ein guter Schutz gegen die starken schädlichen Strahlungen. Ein kurzer Blick durch ein nicht entsprechend ausgerüstetes Teleskop - und das Auge ist futsch!

Mein Sternenfreund Josef Cukas hat auf seiner Website ein kleines Sonnen- ABC erarbeitet. Er erklärt sehr schön, wie die einzelnen sichtbaren "Ereignisse" auf unserem Zentralgestirn im "Fach- Jargon" heissen.

Bei den Amateurastronomen sind zur Zeit folgende Möglichkeiten der Sonnenbeobachtung verbreitet:

- Bei der Weisslichtbeobachtung wird das Sonnenlicht durch Filter (Glas- / Folienfilter vor dem Objektiv) oder technische Geräte (Herschelkeil) sehr stark gedämpft und die für das Auge besonders gefährlichen IR- und UV- Strahlen heraus gefiltert. Mit diesem Verfahren können Granulation, Sonnenflecken und derer Bereiche beobachtet und fotografiert werden.

- Das Beobachten und fotografieren von Randprotuberanzen ist mit einem Protuberanzenansatz möglich. Die Sonnenoberfläche wird mit diesem Instrument voll abgedeckt; es entsteht im Teleskop eine künstliche Sonnenfinsternis.

- Bei der H- alpha- Beobachtung wird ein spezielles, sehr schmalbandiges und auch sehr teures Filter eingesetzt, das alles Licht bis auf ein kleines Band im Bereich des roten Lichtes heraus filtert. Dies ermöglicht das Beobachten der gesamten Sonnenoberfläche und des Sonnenrandes gleichzeitg. Neben den Sonnenflecken mit aktiven Gebieten, Flares, Filamente, Granulation sind auch Protuberanzen und Spikulen zu beobachten.

Ein spezielles Gebiet aus der Astrophysik ist die Sonnenspektroskopie. Hierbei ensteht nicht ein Bild der Sonne, sondern ein durch Prismen aufgespaltenes Spektrum des Sonnenlichts. Daraus können Rückschlüsse auf die in der Sonne vorhandenen Elemente gezogen werden.

Die Sonnenaktivität verändert sich in einem Zyklus von rund 11 Jahren. Bei einem Minimum können über Monate keine Sonnenflecken oder nur sehr kleine vorhanden sein während bei einem Maximum die gesamte Sonnenoberfläche mit kleinen und grossen Flecken übersät sein kann. Zurzeit (2008) befindet sich die Sonnenaktivität in einem Minimum und wir sich nun bis in ca. 5,5 Jahren hin zu einem Maximum bewegen.

Sonnenbild SOHO/NASA vom 21. November 2008: Kein noch so kleines Fleckchen ist sichtbar. Ausser ein paar zwischenzeitlichen, sehr schwachen Aktivitätszonen ist seit Monaten eine reine Sonnenoberfläche im Weisslicht zu sehen.

Sonnenbild SOHO/NASA vom 22. September 2000: Im Vergleich zu obigem Bild, bestand vor 8 Jahren eine ansehnliche Sonnenaktivität, die sich mit etlichen Sonnenfleckengruppen äussert.

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