ursusmajor

Unser nächster Himmelskörper

Mond

Illustration: Jozef Cukas

Unser Trabant ist ein sehr dankbares Objekt. Nicht nur, dass er sehr einfach zu finden ist, auch seine täglichen Änderungen infolge des wandernden Schattens auf seiner Oberfläche lassen immer wieder Neues entdecken. Seine Helligkeit erlaubt es auch mit einfachsten Teleskopen und Kameras eindrückliche Aufnahmen entstehen zu lassen. Dies war auch mit ein Grund, dass dieser Himmelskörper mein erstes Ziel bei meinen Anfängen in der Astrofotografie gewesen ist.
Interessant ist es, den Mond möglicht kurz nach Neumond zu beobachten. Die sehr schmale, helle Sichel und der Rest der Mondoberfläche im aschfahlen Licht - reflektiert von der Erdoberfläche - ist eindrücklich.
Bewegt sich der Mond durch den Erdschatten - was nur bei Vollmond möglich ist - spricht man von einer Mondfinsternis. Durch das durch die Erdatmosphäre gebrochene Licht leuchtet der volle Mond in einem dunklen kupferrot.
Eine Mondfinsternis ist im Vergleich zu einer Sonnenfinsternis nicht eng regional begrenzt, sondern auf der ganzen Erde zu beobachten und erfolgt mit durchschnittlich zwei mal pro Jahr (z.T. partiell) auch deutlich häufiger.

 

Totale Mondfinsternis mit oppositionellem Mars

Am Abend vom 27. Juli 2018 fand eine für lange Zeit sehr lange totale Mondfinsternis statt. Gleichzeitig befand sich der in Opposition stehende Mars nahe dem verfinsterten Vollmond. Leider befand sich Mars nur knapp über dem Horizont und liess wegen starkem Dunst und unruhiger Luft keine Details erkennen. Das Bild entstand um 23.30 Uhr Ortszeit etwas unterhalb des Burgdorfer Hausberges Lueg in Richtung Affoiltern i.E. Die Aufnahme entstand per Digiscoping mit einem Swarovski Spektiv und einer Canon EOS100D. Die Brennweite betrug ungefähr 1000mm. Der Mond ist mit einer Sekunde und der Mars mit 1/60s belichtet worden; ISO 800. Die beiden Einzelbilder fanden Verwendung zu diesem Komposit.

Mond begnet Jupiter

Bei klarem Himmel konnte am 14. März 2017 gegen 23 Uhr am Osthimmel Jupiter mit 2 Distanz zum fast vollen Mond betrachtet werden. Die vier galileischen Monde bei Jupiter sind deutlich erkennbar. Oberhalb des Jupiters befindet sich Io. Unterhalb der Jupiterscheibe nach unten Europa, Ganymed und Kallisto. Die Aufnahme entstand durch das Zusammenfügen zweier Aufnahmen. Die erste war für den Mond und die zweite für das Jupitersystem optimal belichtet worden. Es wäre weiter möglich gewesen, mit einer dritten Aufnahme die Jupiteroberfläche optimal zu belichten, um wenigstens andeutungsweise Wolkenbänder erkennen zu können. Ich verzichtete bewusst darauf, um das Bild wie in einem Fernglas ersichtlich darzustellen. Die Bildgewinnung erfolgte mit einer Canon EOS100D auf einem Spektiv (Digiscoping) mit Swarovski ATX 95). Die Bildbearbeitung erfolgte mit Photoshop CS4.

Mond begegnet Saturn am 22. August 2015

Kompositaufnahme aus zwei Einzelbildern von Mond und Saturn, die massstabgerecht zu einem gemeinsamen Bild zusammengeführt wurden und das die realistische Situation am Abendhimmel des 22. August 2015 um ca. 23.30 Uhr dokumentiert. Die beiden Aufnahmen sind mit einem Spektiv Swarovski ATX 30-70x95 mittels Okularprojektion mit einer Canon EOS 100D entstanden (Digiscoping). Bearbeitung und Zusammenfügen erfolgte mit Hilfe von Photoshop.

Um das Mare Nectaris am 7. März 2015

Dem Mare Nectaris (leicht rechts oberhalb der Bildmitte), grenzt unmittelbar links der auffällige Krater Thophilus an. Die vier Krater am rechten Bildrand befinden sich im Bereich des Mondschattens (Terminator) und heissen von oben nach unten: Langenus, Vendelinus, Petarinus und Furnerius. Aufnahme mit der TIS-DFK fokal am Meade ED 102/f9. 750 von 4000 Aufnahmen mit Registax 6 bearbeitet.

Mond am 27.12.2011

Der kurz nach Neumond 3 Tage alte Mond lässt bei einer überbelichteten Aufnahme neben der hell erleuchteten, sichelförmigen Mondoberfläche auch die restliche Oberfläche in schalem Licht erkennen. Dieses schwache Licht ist von der Erdatmosphäre in Richtung Mond reflektiertes Sonnenlicht.

Mondlanschaft; 15. April 2011

Der grosse Krater etwas links der Bildmitte ist "J. Herschel" und unmittelbar links davon das Mehrkratersystem "Anaximander" (Sieht mit etwas Fantasie aus wie Micky Maus...). Das graue Band von oben der Bildmitte nach der unteren rechte Ecke ist das "Mare Frigoris". DMK am Lichtenknecker HA150/f15. 500 Bilder mit Registax bearbeitet.

Mondlandschaft vom 15. April 2011;

Rechts der längliche Krater "Schiller", unten in der Bildmitte der Dreifachkrater "Hainzel", oben in der Bildmitte "Phocylides" und oben links "Vargentin". DMK am Lichtenknecker HA150/f15. 500 Bilder mit Registax bearbeitet

Partielle Mondfinsternis vom 16. August 2008;

Leider waren die Bedingungen nicht optimal und der wabbernde Mond stand meist hinter Schleierwolken. Trotzdem musste ich dieses Naturschauspiel fotografieren. Canon 350D mit 0,8-fach Reducer/Flattener am Lichtenknecker HA150/f15. 25 Bilder mit 1/125s bei ISO 800 mit Registax und Photoshop bearbeitet.

Mond; Gebiet der Marae Fecunditatis und Nectaris:

Meade LPI am Lichtenknecker HA 150/f9; mit Registax nachbearbeitet

Mond; 14 Tage alt:

Canon EOS 350D am Meade ED 102/f9; 1/500s bei ISO-400; nachbearbeitet durch J. Cukas

Mond; acht Tage alt:

Canon EOS 350D am Meade ED 102/f9 mit Kontrast- Booster; 1/400s bei ISO-400; Nachbearbeitung durch J. Cukas

Mond; drei Tage alt:

Canon EOS 350D am Meade ED 127/f9; 1/30s bei ISO-400

Mond; Region nördlich von "Clavius" und "Tycho":

Canon EOS 350D am Lichtenknecker HA 150/f15; 0,8-fach Reducer; 1/200s bei ISO-400

Mond; "Eratosthenses", "Apenninen" und "Tycho":

Canon EOS 350D am Lichtenknecker HA 150/f15; 1/120s bei ISO-400

Mond; Region "Theophilus":

Canon EOS 350D am Lichtenknecker HA 150/f15; 2-fach Barlow; 1/60s bei ISO-400

Mond; Region "Tycho":

Canon EOS 350D am Meade ED 127/f9 mit 2- fach Barlow; 1/30s bei ISO-400

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