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Jupiter

Der Riese im Sonnensystem

Bildquelle: NASA

Mit einem Durchmesser von rund 140'000 km ist Jupiter der grösste Planet in unserem Sonnensystem. Seine Distanz zur Erde bewegt sich zwischen 600 und 1'000 Millionen Kilometer. Schon mit einem Fernglas können die vier galileischen Monde (Europa, Ganymed, Io und Kallisto) beobachtet werden. Interessant ist das Verschwinden oder Auftauchen einer der Monde in bzw. aus der Planetenscheibe. Schon mit einem kleineren Teleskop sind die beiden dunklen Wolkenbänder und bei guten Verhältnissen, entsprechender Stellung der Planetenoberfläche und einem mittleren Teleskop auch der berühmte "Grosse Rote Fleck" (GRF) zu erkennen. Schön ist es, wenn einer der Monde vor Jupiter durchzieht, und man dessen Schatten auf der Planetenoberfläche beobachten kann, was aber bereits ein leistungstarkes Teleskop erfordert. Das Ändern der Wolkenformationen sind je nach Grösse des Telekopes mehr oder weniger Detailreich beobachtbar.

 

Jupiter am 26. März 2016

Jupiter mit Mond Io Jupiter mit GRF (Grosser Roter Fleck) Jupiter ca. 30 Minuten nach den linken Aufnahmen. Man beachte, dass sich der GRF und weitere Details der Wolkenformationen infolge der Planetenrotation merklich weiter bewegt haben.

Jupiter am 07. März 2015

Jupiter mit seinem Mond Io im linken unteren Bildrand. TIS-DFK mit 2,5-fach- Barlow fokal am Lichtenknecker HA150/f15. Brennweite 5625mm. 500 von 2500 Bilder mit Registax 6 bearbeitet. Zusammenschnitt der Aufnahmen links und rechts mit dem Mondschatten von Europa und dem Mond Io in der Bildmitte Sonnenfinsternis auf Jupiter. Jupiteroberfläche mit dem Schatten des Mondes Europa (in Richtung acht Uhr). TIS-DFK mit 2,5-fach- Barlow fokal am Lichtenknecker HA150/f15. Brennweite 5625mm. 500 von 2500 Bilder mit Registax 6 bearbeitet.

Jupiter am 24. Januar 2014

Jupiter mit seinen galileischen Monden Ganymed, Europa und Io (von links nach rechts). Europa befindet sich noch knapp über dem Jupiterrand und wird kurzum hinter dem Planeten verschwinden. Gut sichtbar ist mittig der Planetenscheibe der "Grosse Rote Fleck"; ein riesiger Wirbelsturm, der bereits zu Galileos Zeiten wütete. Jupiter ein paar Minuten später. Jupiters Mond Europa berührt bereits nahezu die Planetenscheibe. Knapp 10 Minuten seit der ersten Aufnahme ist der Mond Europa verschwunden...

Jupiter am 24. Dezember 2013 kurz nach Mitternacht

Das Seeing war infolge starken Föhns katastrophal. Dazu waren Schleierwolken allgegenwärtig. Das Abbild des Planeten schwabbelte und hüpfte sehr stark im Gesichtsfeld herum. Entstanden ist dieses Bild mit einer TIS DFK 31 fokal am Lichtenknecker HA150/f15. 3000 Bilder sind mit Registax 6 bearbeitet worden. Die drei sichtbaren Galileischen Monde sind von links oben gegen rechts: Kallisto, Io und Ganymed.

Jupiter; 10. September 2010; kurz vor Mitternacht

Bei gutem Seeing und mässiger Luftunruhe wurde dieses Bild aus einem avi- Filmchen mit 500 Aufnahmen gestackt. Eine IS DFK mit 1/3"- Chip befand sich dabei fokal am Lichtenknecker HA 150/f15. Die Belichtungszeit betrug 1/25s. Die 500 Einzelbilder sind mit Registax 5 automatisch ausgerichtet, gestackt und anschliessend mit dem Waveletfilter behandelt, ansonsten ist keine Bearbeitung gemacht worden. Der Mond links (westlich) ist Io und rechts (östlich) Ganymed. Interessant ist, dass das zweite - bei den Bildern von 2006 bis 2009 - unten (südlich) liegende dunkle Wolkenband vollständig verschwunden ist. Dies geschieht aufgrund bisher ungeklärten "meterologischen" Vorgängen in den "Wolkenschichten" von Jupiter.

Jupiter am frühen Morgen des 28. Juni 2009:

Die atmosphärischen Bedingungen infolge der Horizontnähe des Planeten liessen leider keine grössere Brennweite zu. In Richtung acht Uhr kann man den verschwindenden "Grossen Roten Fleck" schwach erkennen. Die beiden Monde sind von links nach rechts Europa und Kallisto. Gegen sechs Uhr in Randnähe der Planetenscheibe ist der Schatten von Io zu erahnen. DMK31 am Lichtenknecker HA150/f15. 2500 Bilder mit Registax bearbeitet.

Jupiter am 29. Juni 2008;

Unser grösster Planet bewegt sich in diesem Jahr - wie bereits auch 2007 - nur etwa 20 über dem südlichen Horizont und ist demzufolge nicht gerade als optimales Objekt zum Fotografieren. Trotzdem habe ich es versucht und wiederum konnte ich den Zeitpunkt für das Einfangen des Grossen Roten Flecks (GRF) erwischen. Links ist der Mond "Io" ersichtlich. IC DFK 31 am Lichtenknecker HA 150; 2700 Aufnahmen mit Registax bearbeitet.

Freitag, 8. Februar 2008; 06.50 Uhr;

Südlich von Burgdorf in Richtung Südosten, kurz vor Sonnenaufgang. Links - knapp über dem Horizont - ist Venus und in der Bildmitte Jupiter zu sehen. Horizontsilhouette: Berge des Berner Oberlandes. Von rechts nach links sind Finsteraarhorn, Schreckhorn und Wetterhorn zu sehen. Canon EOS 350D; 55mm/F5.6; ISO 1600; 0.5s;

Jupiter am 13. Juli 2007; diesmal ohne Monde und

ohne den grossen roten Fleck (GRF). Kurz vor dieser Aufnahme "verschwand" der Mond Io hinter seinem Heimatplaneten. DFK31AF03AS am Lichtenknecker HA 150/f15. Belichtungszeit 1/250s, 2000 Bilder automatisch gestackt mit Registax.

Jupiter am 8. Juli 2007 mit sichtbarem GRF

(Grosser Roter Fleck) und dem Mond Europa, der gerade hinter Jupiter "auftaucht" und links den Mond Kallisto. 468 Bilder gestackt und bearbeitet mit Registax. Belichtungszeit pro Bild: 1/100s. Da Jupiter sich nuir 15 über dem Horizont befand, war eine sehr grosse Luftunruhe vorhanden und das Bild ist entsprechend schlecht in der Auflösung geworden. Aufgenommen mit Imaging Source DFK31AF03AS mit 2,5-fach Powermate am Lichtenknecker HA 150/f15.

Jupiter mit den Galileischen Monden

Callisto. Europa und Ganymed (Io hinter Jupiter); Canon EOS 350D am Celstron CR 150/f9; 1s bei ISO 400

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