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Der einzige Stern in unserer Nähe

Sonne

Mit unserer Sonne haben wir einen Stern mittlerer Grösse in unserer unmittelbaren Nähe. Dies ermöglicht es auch einem Amateurastronomen mit einfachen Mitteln einige der Geschehnisse auf derer Oberfläche zu beobachten oder auch zu fotografieren. Sehr wichtig ist ein guter Schutz gegen die starken schädlichen Strahlungen. Ein kurzer Blick durch ein nicht entsprechend ausgerüstetes Teleskop - und das Auge ist futsch!
Bei den Amateurastronomen sind zur Zeit folgende Möglichkeiten der Sonnenbeobachtung verbreitet:
- Bei der Weisslichtbeobachtung wird das Sonnenlicht durch Filter (Glas- / Folienfilter vor dem Objektiv bzw. blossem Auge) oder technische Geräte (Herschelkeil) sehr stark gedämpft und zusötzlich die für das Auge besonders gefährlichen IR- und UV- Strahlen heraus gefiltert. Mit diesem Verfahren können Granulation, Sonnenflecken und derer Bereiche beobachtet und/oder fotografiert werden. Eine weitere Möglichkeit stellt das Projektionsverfahren dar. Dazu wird die Austrittspupille eines Teleskops in einen verdunkelten Raum auf eine Projektionsfläche geleitet.
- Das Beobachten und Fotografieren von Randprotuberanzen ist mit einem Protuberanzenansatz möglich. Die gleissende Sonnenscheibe wird mit einem angepassten Kegel innerhalb dieses Instruments voll abgedeckt; es entsteht damit im Teleskop eine Art von künstlicher Sonnenfinsternis, die die dunkleren Protuberanzen erkennen lässt.
- Bei der H- alpha- Beobachtung wird ein spezielles, sehr schmalbandiges und auch sehr teures Filter eingesetzt, das alles Licht bis auf ein kleines Band im Bereich des roten Lichtes heraus filtert. Dies ermöglicht das Beobachten der gesamten Sonnenoberfläche und des Sonnenrandes gleichzeitg. Neben den Sonnenflecken mit aktiven Gebieten, Filamenten, Granulation sind auch Protuberanzen und Spikulen zu beobachten.
Ein spezielles Gebiet aus der Astrophysik ist die Sonnenspektroskopie. Hierbei ensteht nicht ein Bild der Sonne, sondern ein durch Prismen aufgespaltenes Spektrum des Sonnenlichts. Daraus können Rückschlüsse auf die in der Sonne vorhandenen Elemente gezogen werden.
Die Sonnenaktivität verändert sich in einem Zyklus von rund 11 Jahren. Bei einem Minimum kann über Monate kein einziger und bei einem Maximum die gesamte Sonnenoberfläche mit kleinen und grossen Flecken übersät sein.

 

Aktivitätsminimum

Sonnenbild SOHO/NASA vom 21. November 2008:

Kein noch so kleines Fleckchen ist sichtbar. Ausser ein paar zwischenzeitlichen, sehr schwachen Aktivitätszonen ist seit Monaten eine reine Sonnenoberfläche im Weisslicht zu sehen.

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