ursusmajor

Weiterbildung tut not

Fortbildungskurs vom 4.-.6. November 2011

Unter der Leitung von Dr. Lothar Schanne ist über das 1. Wochenende im November 2011 in der Sternwarte Starkenburg (Heppenheim an der Bergstrasse) ein Fortbildungskurs in Astrospektroskopie abgehalten worden. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass die Gruppe Spektroskopie des VdS (Vereinigung der Sternfreunde) in dieser Amateursternwarte geniessen darf. Es fanden sich gegen 20 Interessierte an diesen drei Tagen ein. Zum Teil nur für einen,andere für zwei oder gar alle drei Tage. Auch bereits Bekannte konnten sich dabei begrüssen.
Den Teilnehmern sind Praxis und Therorie übermittelt worden. Es sind Hard- und Software für die Gewinnung, Aufbereitung und Auswertung von Spektren vorgestellt , Funktionsweisen von Telekopen, Montierungen, Spektrografen und Kasmeras erklärt und der Umgang mit gängiger Software aufgezeigt worden.
Wie gewohnt ist die Kameradschaft und das Gesellige auch nicht zu kurz gekommen. Beim Spaziergang zum gemeinsamen Mittagessen ist bei schönem und warmem Wetter ist den Teilnehmern auch die schöne Altstadt von Heppenheim bewusst geworden:

 

Downloads Kursunterlagen 4.-6.11.2011

Präsentation "Bearbeiten und aufbereiten von Spektralaufnahmen" [1 796 KB]
Tutorial für IRIS und VSPEC

Einführungskurs vom 8. November 2008

Bildquelle: FG- Spektroskopie des VdS

Hier [2 314 KB] ist eine Powerpointpräsentation der FG- Spektroskopie die am 2. Teil des Einführungskurses vom 8. November 2008 in Heppenheim Verwendung fand
Als lebendes Werk ist dieses Glossar [53 KB] für astrospektroskopische Begriffe erstellt worden

 

Samstag, 28. Februar 2009

Ernst Pollmann. Otto Guthier und Albert Einstein

3. Einsteigerkurs in Astrospektroskopie in der Sternwarte Starkenburg in Heppenheim bei Heidelberg

Der heutige dritte Einsteigerkurs in Astrospektroskopie findet wie bereits der erste (16.
Februar 2008) und der zweite (8. November 2008) wiederum in der Sternwarte Starkenburg in Heppenheim statt. Die Sternwarte Starkenburg übergab heute „Blanko- Einladungen“ zu Händen der FG- Spektroskopie ab, die vom aktuellen Kursleiter Ernst Pollmann dankend wie erfreut entgegen genommen werden.

Die Teilnehmerzahl muss aus Gründen der Raumkapazität auf 25 beschränkt werden. Für den dritten Kurs mussten nun das erste Mal Absagen an Interessenten erteilt werden, obwohl einige auf einen Tischsitzplatz verzichtet hätten. Es ist erfreulich, dass diese nun feste Institution „Einführungskurs in die Astrospektroskopie“ einen solchen Zulauf erfahren darf.

Ernst Pollmann begrüsst um 10 Uhr – auch im Namen von Co- Kursleiter Hugo Kalbermatten - die zahlreich erschienenen Anwärter in Astrospektroskopie und stellt kurz das Tagesprogramm vor. Leider haben sich infolge der grassierenden Grippewelle zwei Referenten entschuldigen müssen und die beiden sicher interessanten Referate über die Schüler- Facharbeit von Patrick Vogelmann und über den Selbsteinbau einer Kalibrierlampe in den DADOS von Günther Müller müssen aus genannten Gründen ausfallen.

Ernst Pollmann geht als erstes Thema auf den Teilnehmerwunsch über die Anwendung des Baader- Transmissionsgitters ein und erklärte anschaulich die Funktion und den Einsatz dieses kostengünstigen und folienähnlichen „Lichtspalters“ ein. Dazu reicht er auch Anschauungsmaterial in die Runde.

Urs Flükiger stellt anschliessend in seinem Referat unter Zuhilfenahme einer Powerpointpräsentation "Astrospektroskopie - Bergriffe begreifen - Glosser" [9 423 KB] die Entstehungsgeschichte und die Nutzung des erst kürzlich auf der Webseite der FG- Spektroskopie zur Verfügung stehendem Glossar für Einsteiger und dem parallel dazu entstandenen, für Fortgeschrittene vorgesehene, Spektro- Wiki vor.

Als letztes Referat vor der Kaffeepause zeigt Roland Bähr die nicht zu unterschätzenden Möglichkeiten mit dem STAR- ANALYSER vor. Erstaunlich, was mit diesem kostengünstigen Gitter bereits für spektroskopische Informationen herausgelesen werden können. Eine spektrale Zuordnung von helleren Sternen ist problemlos möglich und auch das Erkennen von Verschiedenartigkeiten nebliger Gebilde ist bezüglich verschiedener Spektralfarben möglich.

Nach einer kurzen Kaffeepause, die es den Teilnehmern ermöglicht Näheres über den Banknachbarn zu erfahren, führt Ernst Pollmann die Anwesenden in das heutige Hauptthema ein. Mittelst Windows- fähigen Programmen wird das schrittweise Vorgehen vom Spektralbild bis zum Kalibrieren des Spektrums angegangen. Die dazu zur Verwendung gelangenden Programme sind GIOTTO, MAXIM-DL, EXCEL und MK32. GIOTTO und MK32 sind gegenüber MAXIM- DL und EXCEL Freeware. Er erklärt auch die verfälschenden Einflüsse von Atmosphäre, Teleskop und Spektrografen – zusammengefasst als „Instrumentenfunktion“ benannt. Diese müssen für einen uneingeschränkten Vergleich mit Spektren Anderer herausdividiert werden.

Vor dem Mittagessen erscheint als Überraschungsbesuch der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS) – Otto Guthier – und begrüsst die angehenden Spektroskopier. Leider ist sein Aufenthalt infolge weiterer Termine in der Sternwarte Heppenheim nur kurz.

Nach dem Mittagessen im Restaurant „Starkenburg“, das nach einem etwa fünfhundertmetrigen, steilen Aufstieg auf der alten Strasse erreicht wird, geht es an den praktischen Teil des heutigen Kurses. Hugo Kalbermatten stellt mit den beiden Freewareprogrammen IRIS und VSPEC das Bearbeiten der Spektralaufnahmen und das Erstellen und Kalibrieren der Spektrallinie vor.

Nach einer kurzen Pause werden die angehenden Spektroskopier in Neueinsteiger und Fortgeschrittene unterteilt. Während Ernst Pollmann sich den Neueinsteigern widmet und seine Gruppe in die Geheimnisse der Astrospektroskopie einweist führt Hugo Kalbermatten mit den Fortgeschrittenen einen Workshop durch. Zuerst mit IRIS und danach mit VSPEC wird Schritt um Schritt von mehreren Spektralaufnahmen, Darks, Flats und Offsets eine Spektrallinie erstellt. Er stellt dafür die notwendigen Dateien für diejenigen die einen Laptop dabei haben auf seinem USB- Stick zur Verfügung. Diese gut zwei Stunden vergingen wie im Fluge und die Mannigfaltigkeit der möglichen Fehler gab dem Ganzen einen besonderen Reiz.

Kurz nach 18 Uhr wird der heutige Kurstag beendet und nach dem gemeinsamen Aufräumen des Schulungsraumes verabschieden sich die Anwesenden dankbar und gutgelaunt von Ernst Pollmann und Hugo Kalbermatten sowie voneinander. Die Einen gehen den zum Teil ansehnlichen Heimweg an während sich die Anderen zu einem gemütlichen Abend im Restaurant „ABC“ in Heppenheim zusammen finden.

Im November 2009 ist in der Sternwarte Starkenburg ein mehrtägiger Workshop vorgesehen, um das heute Gelernte in der Praxis festigen zu können.

Ersigen, 1. März 2009
Urs Flükiger

 

Samstag, 8. November 2008

2. Einsteigerkurs in Astrospektroskopie in der Sternwarte Starkenburg in Heppenheim bei Heidelberg

Gegen 5 Uhr morgens werde ich heute Samstag mittelst Radiowecker aus einem kurzen Schlaf gerissen. Am Vorabend bin ich wegen eines Anlasses mit Familienfreunden erst gegen Mitternacht ins Bett gekommen. Rasch ist der Restschlaf mit der Morgentoilette vertrieben und ich mache mich reisefertig, da sich Hugo Kalbermatten für halb sechs angemeldet hat.

Als ich mit Laptop, DADOS und Tasche gegen mein Auto gehe, ist Hugo – pünktlich wie immer - gerade angekommen. Da ich mich für dieses Mal als Fahrer angeboten habe - das letzte Mal hat sich Hugo geopfert – bringt er seine Utensilien in mein Auto.

Dank genügend eingeplanter Zeit, entscheiden wir uns noch zu einem gemeinsamen Kaffee und wir setzen uns an den Stubentisch und machen möglichst leise, um meine Frau nicht zu wecken; was sich später als erfolgreich erwiesen hat.

Eine knappe Viertelstunde später sitzen wir im VW Sharan und fahren die 370 km lange Strecke über Basel in Richtung Heidelberg. Der Verkehr ist an diesem Samstagmorgen schwach, die Strassenverhältnisse optimal und so kommen wir rasch voran und können noch kurz vor Heppenheim - bei Heidelberg - an einer Raststätte je ein Sandwich und einen Kaffee einverleiben.

Gegen 9.30 Uhr kommen wir über den sehr holprigen Weg beim Parkplatz der Sternwarte an und können nach einem kurzen Fussmarsch bei schönem und verhältnismässig warmem Wetter bereits einige bekannte Gesichter im Schulungs- und Vortragsraum der Sternwarte Starkenburg begrüssen.

Der Raum füllt sich stetig und als Ernst Pollmann die Anwesenden begrüsst, sind es schliesslich 25 Interessenten, darunter viele neue Gesichter. Erfreulich, wie sich das Interesse an der Astrospektroskopie entwickelt hat.

Neben mir sind fünf weitere stolze DADOS- Besitzer anwesend und es gibt nicht nur in den Pausen Einiges zu besprechen; um so mehr die Kursleitung speziell Zeit für den DADOS eingerechnet hat.

Unterbrochen durch eine kurze Kaffeepause wiederholt Ernst kurz den Inhalt des 1. Einführungskurses vom 16. Februar 2008. Die im Vorfeld des Kurses unter den Mitgliedern der FG- Spektroskopie eruierten Fragen werden von Ernst und Thomas Hunger kompetent beantwortet. Meine Idee, ein Glossar [53 KB] speziell für die Astrospektroskopie zu erstellen, hat dazu geführt, dass ich den Auftrag fasse, mittelst Protokoll einen Entwurf für dieses zu erstellen.

Thomas Hunger und Ernst Pollmann erklären das Prisma sowie die Transmissions- und Reflexionsgitter und erklären das spezielle Blazegitter und dessen Blazewinkel. Funktionsweise von Prisma (Brechung) und Gitter (Interferenz) werden dargestellt sowie Vor- und Nachteile der Lichtbrechung durch Prismen und Gitter erklärt. Grosser Vorteil der Gitter ist der lineare Verlauf der Wellenlänge im Spektrum.

Ernst erklärt die praktischen Arbeiten beim Erstellen eines Spektrumbildes und geht zusammen mit Thomas auf die Eigenheiten der CCD- Kameras ein.

Thomas Hunger erklärt den Einfluss des Spaltes im Spaltspektrografen – wie der DADOS einer ist -, die Auswirkungen der Liniendichte bei einem Gitter und die Folgen von Nachführfehler in Rektazension bzw. Deklination.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und kurz nach Mittag demonstrieren Torsten Daiber und Detlef Huth ihre mitgebrachten DADOS- Spektrografen. Das Interesse ist gross und da ich selber stolzer Besitzer einen DADOS bin, zog ich mich etwas zurück, um nicht den Interessenten im Weg zu stehen, wo mich dann Ernst zu einem Gespräch einlädt.

Gegen 13 Uhr schlendern wir bei weiterhin schönem und noch etwas wärmerem Wetter die alte Pflasterstrasse gegen die teilrenovierte Starkenburg- Ruine hinauf, wo im Restaurant einige Tische für uns hungrigen Schüler reserviert sind. Es gibt viel zu erzählen und es wird erst wieder ruhiger im Saal, als das Essen serviert wird.

Nach dem Essen geht es zurück zur Sternwarte und Ernst nimmt den Faden vom Vormittag mit seiner Präsentation [2 314 KB] wieder auf. Er erklärt als Wiederholung des ersten Kurses den Weg vom einzelnen Spektralbild zum Summenbild mit Windows Programmen wie der Freeware GIOTTO für das Mitteln der Spektrumbilder, über das Vorbereiten des „Herausrechnens“ des verfälschenden Himmelhintergrundes und die Reduzierung mit dem nicht ganz billigen Programm MaximDL und der Normierung mit dem kleinen DOS- Progrämmchen eines amerikanischen Amateurastronomen - MK32 - und kommt schliesslich zum vom Himmelshindergrund bereinigten Linienspektrum mit Hilfe von MS- EXCEL.

Nach einem kurzen Kaffeeunterbruch fährt Hugo Kalbermatten mit seinem Beitrag über das Verwenden der beiden Freeware- Programme IRIS und VISUAL SPEC fort. Hugo zeigt auf, was in diesen beiden tollen Windowsprogrammen steckt. Mit IRIS werden die Bildbearbeitungen – Mitteln, Dunkel-, Flat- und Offsetabzüge und Himmelshintergrundabzüge – bewerkstelligt. VISUAL SPEC reduziert, normiert und kalibriert bis zum fertigen Kontinuum.

Der Tag neigt sich dem Ende und die Uhr gegen 18 Uhr zu. Ernst will noch vor dem endgültigen „Tschüss“ das weitere Vorgehen besprechen. Es wird unter anderem beschlossen, neben ein oder zwei Workshops für Fortgeschrittene im kommenden Jahr, künftig den Einsteigerkurs als feste Institution alljährlich durchzuführen. Die Idee von Torsten, dass die heutigen Einsteiger an folgenden Einsteigerkursen als Dozenten wirken könnten, wird eine logische Folge.

Die Webseite der Fachgruppe Spektroskopie wird künftig eine Einsteigerpräsentation aufweisen und Hugo wird sich mit der Idee, regelmässig Aufgaben zur Bearbeitung einzustellen weiter beschäftigen.

Ein Teil der Gruppe wird sich nun nach Heppenheim ins Restaurant „A-Z“ begeben und den erfolgreichen Kurstag mit einem geselligen Beisammensein beschliessen. Neben ein paar Anderen nehmen auch Hugo und ich definitiv Abschied von all den netten Kollegen und machen uns auf den langen Heimweg.

Leider geht es im Gegensatz zur Anreise von heute morgen etwas harziger zu auf der Autobahn und wir kommen kurz vor Karlsruhe in einen sieben Kilometer langen Stau. Kurz nach 22 Uhr sind wir aber in Ersigen und Hugo nimmt umgehend den über zweistündigen Weg nach Bitsch bei Brig im Wallis unter die Räder seines Mercedes’.

Vielen Dank an Alle, die für diesen tollen Kurtstag ihren Beitrag geleistet haben.

 
Ernst Pollmann, der mir freundlicherweise alle Bilder für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Dr. Thomas Hunger Hugo Kalbermatten Dr. Thomas Hunger und die "Schweizer Delegation" Im Schulungsraum der Sternwarte Starkenburg Heppenheim Thomas Daiber und Detlef Huth stellen Ihre DADOS- Spaltspektrografen für einen Blick auf ein zerlegtes Sonnenlicht zur Verfügung, was mit grossem Interesse in Anspruch genommen wird. Das gemütliche Beisammensein mit Kulinarik und Kommunikation. Das Gruppenfoto - leider nicht ganz vollzählig - darf natürlich nicht fehlen. Sogar das Laub zeigt spektrografische Ansätze.

Samstag, 16. Februar 2008

Illustration: Sternwarte Starkenburg, Heppenheim

1. Einsteigerkurs in Astrospektroskopie in der Sternwarte Starkenburg in Heppenheim bei Heidelberg

Gegen 4.30 Uhr reisst mich der Radiowecker mit fetziger Musik aus einem astronomisch tiefen Schlaf.

Hugo (Präsident der AGO) von Bitsch kommend, sammelt Peter (Präsident der AGB) in Wohlen/BE und mich (Präsident von nix) in Ersigen auf und wir fahren kurz nach 05.30 Uhr von Ersigen los, Richtung Heppenheim an der Bergstrasse - zwischen Heidelberg und Darmstadt.

Die Fachgruppe Spektroskopie des VdS (Vereingung der Sternfreunde) führt dort unter der Leitung von Ernst Pollmann einen Einführungskurs in Astrospektrografie durch und geniesst für diesen Anlass Gastrecht in der Sternwarte Starkenburg.

Obwohl mir Peter in seiner Funktion als Vorsitzender der Berner Astronomen bereits bekannt ist, sehe ich ihn heute das erste Mal und es gibt viel zu diskutieren über Beruf, Astronomie, Gott und die Welt und die gut dreistündige Fahrt vergeht wie im Fluge.

Auch astronomisch kommen wir auf die Kosten. Kurz vor Karlsruhe steigt Jupiter, darauf Venus und schliesslich die Sonne hinter dem Horizont auf. Peter und ich können uns als Beifahrer diesem Schauspiel - bei farbenprächtigem Himmel - voll widmen, während Hugo souverän das Fahrzeug in Richtung Heppenheim steuern muss.

Etwas nach 8.30 Uhr kommen wir am Zielort an. Zuerst fahren wir die Starkenburgstrasse hoch zur Sternwarte und da wir diese noch geschlossen vorfinden, suchen wir uns in Heppenheim eine Möglichkeit, um oben Kaffee rein und unten was anderes raus lassen zu können. In einem Imbiss beim Bahnhof finden wir endlich das Gesuchte im geöffneten Zustand vor.

Gestärkt und entleert nehmen wir den kurzen Weg zur Sternwarte wiederum unter die Räder und schreiten die paar letzten Meter vom Parkplatz zur Sternwarte hinauf. Ein bissig kalter Wind weht uns um die Ohren und ich bin froh über die Wellensteyn-Jacke "Original", die ich letzten Herbst in Binz auf Rügen erstanden habe.

Wir "Ausländer" werden von Ernst, Lothar und all den anderen Anwesenden herzlich begrüsst. Hugo kennt die meisten der Anwesenden aus der Fachgruppe bereits von früheren Anlässen; ich einen Teil der Gesichter von den Avatars im Forum.

Bei der Planung des Kurses ist von ungefähr zehn Personen ausgegangen worden; gekommen sind schliesslich über zwanzig. Ein klarer Hinweis auf die grosse Nachfrage eines solchen Anlasses! Es wird eng im Schulungsraum der Sternwarte.

Nach der Begrüssung durch Ernst beginnt Günter Gebhard mit einer Präsentation über die Möglichkeiten, die Geräte, die Verarbeitung und die Auswertung bezüglich der Astrospektroskopie. Seine kompetente und humorvolle Art macht diese allgemein eher trockene Materie zu einem würzigen Genuss. Vielen Dank Günter.

Nach einer mir sehr kurz erscheinenden Zeit gibt's eine Kaffeepause, die Peter und ich für eine von Matthias Burch geführte Besichtigung der Sternwarte nutzen. Neben den tollen Geräten lernen wir auch Etliches aus der Geschichte und über die Arbeiten der Sternwarte - Schwerpunkt Kleinplaneten - kennen.

Apropos: Im Vorfeld hat mir Peter Geffert eine Urkunde des Asteroiden "Eliane" [786 KB] anfertigen lassen, die ich als Souvenir "meiner" Eliane mitbringen möchte. Ich gelte diese Arbeit mit einer Spende an die Sternwarte Starkenburg ab.

Nach der Kaffeepause übernimmt Lothar Schanne [162 KB] das Publikum. Bis zur Mittagspause stellt Lothar seinen selbstgebauten Spektrografen und seine Sternwarte [282 KB] vor und zeigt die Erstellung von Spektrografien auf. Die Fragen der Teilnehmer sind so vielfältig wie interessant und die Zeit vergeht viel zu rasch; so dass Günter - offensichtlich geplagt durch einen Hohlraum im Bauch - Lothar auf den Stand der Uhrzeiger aufmerksam machen muss.

Gegen 13 Uhr wandert unsere illustre Gruppe zum Restaurant "Starkenburg" hoch. Hier lerne ich anhand eines Tischnachbarn die für mich schwer verständliche schwäbische Sprache kennen, was aber der gegenseitigen Sympathie überhaupt keinen Abbruch tut.

Nach der Stärkung wandern wir wiederum zur Sternwarte zurück und Peter Geffert erzählt mir auf dem Weg Historisches über die Starkenburg und den Stolz der Mitglieder der Starkenburg- Sternwarte betreffend den von ihnen entdeckten Kleinplaneten.

Lothar zeigt uns am Nachmittag wie die aufgenommenen Spektren weiter bearbeitet werden können.

Zuerst die "spaltlosen" Aufnahmen mit dem Linux- Programmen "MIDAS / OPA" und nach einer kurzen Kaffee- und Kuchenpause die "Spaltaufnahmen" - für mich und Peter hinsichtlich des bestellten DADOS [94 KB] - Spaltspektrografen interessant - mit ASTROART, IRIS und VISUALSPEC.

Nach 16 Uhr verabschieden sich die ersten Teilnehmer. Es wird in einer allgemeinen Diskussion beschlossen, dass Lothar uns per Email Rohspektren zukommen lässt, damit wir diese als Übung bearbeiten können. Im Forum wird ein neuer Unterordner "Heppenheim" erstellt, wo auftauchende Fragen und Schwierigkeiten besprochen werden können.

Es ist geplant, im kommenden Herbst einen ergänzenden Workshop durchzuführen, wo eigene oder fremde Spektren bearbeitet und auf spezifische Probleme eingegangen werden wird.

Gegen 17 Uhr steht noch eine Besichtigung der Sternwarte Starkenburg an. Da Peter und ich diese bereits am Vormittag unter der Führung von Matthias absolvieren konnten und Hugo diese bereits von früheren Besuchen her kennt, beschliessen wir, die Heimreise ins Auge zu fassen.

Ich bin sicher, nicht das letzte Mal an einem Anlass dieser kompetenten und kameradschaftlichen Gruppe teilgenommen zu haben. Ich verabschiede und bedanke mich besonders bei Ernst und Lothar für ihren uneigenützigen Einsatz und freue mich auf ein Wiedersehen.

Die Heimreise geht wider Erwarten reibungslos vor sich. Aufgrund des einsetzenden Reiseverkehrs erwarteten wir mehr Behinderungen und so können wir zügig in Richtung eines herrlichen Sonnenuntergangs - mit satten, spektrografischen Farben - und hochstehendem Halbmond fahren und kommen kurz vor 21 Uhr in Ersigen an. An dieser Stelle auch vielen Dank an Hugo für seine kompetente Dienstleistung als Taxifahrer.

Dieser Beitrag erschien - in etwas "geglätteter" Form - im "Spektrum" Nr.35/ 2008, dem Mitteilungsblatt der Fachgruppe Spektroskopie der VdS auf Seite 21.

 

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